Begriffserläuterung
Fleece (engl. für Flausch oder Vlies) ist die englische und mittlerweile allgemein übliche Bezeichnung für synthetischen Webpelz aus Polyester. Trotz der ähnlichen Aussprache handelt es sich nicht um Vliesstoff, mit dem es häufig fälschlicherweise verwechselt wird. Fleece wird hauptsächlich verwendet für wärmende Funktionsbekleidung im Outdoorbereich. Einsatzbereiche sind sämtliche Bereiche der Oberbekleidung, wie Jacken, Hosen, Mützen, Handschuhe, aber auch Decken, Futterstoffe u.a.
Fleece-Stoffe bei dlauer.design
Vorteile
- hohe Wärmeleistung ohne schwer zu sein (teilweise doppelt so hohe Wärmeleistung wie Merinowolle)
- äußerst widerstandsfähig und damit langlebig
- wasserabweisende Oberfläche (dauerhaft imprägniert) und wenn feucht, dann sehr schnell trocknend
- atmungsfähig, elastisch
- angenehm weich auf der Haut (kein Kratzen wie bei Schurwolle), antiallergisch
- keine Belastung von Tieren, wie bei Naturmaterialien (z.B. Leder, Pelz oder Daune), da synthetische Polyesterfaser
- recyclingfähig
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Einschränkungen
- nicht winddicht
- nicht wasserdicht
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Fusseln
Fusseln oder Flusen sind Fasern, welche sich aus Garnen von Gewebe oder Gewirken gelöst haben. Sie fallen entweder ab, bleiben locker im Stoff hängen oder sammeln sich an der Oberfläche des Stoffes. Bei Wollfasern verfilzen diese Fusseln häufig an der Oberfläche des Stoffes und bilden "Knötchen". Das Phänomen der Knötchenbildung wird Pilling genannt.
Wenn Fusseln auf Kleidungs- oder Möbelstoffen das Aussehen beeinträchtigen, können diese mit einem einfachen Fusselgerät (eine Art "Stoffrasierer") leicht entfernt werden, ohne den Stoff zu beschädigen. Eine ähnliche Wirkung erzielt auch ein Fusselstein (aus Lavagestein), mit dem der Stoff abgekämmt wird. Die Textilindustrie setzt chemische Mittel, wie z. B. Kieselsäure ein, um das Fusseln von Geweben zu reduzieren. Solche "Antipilling-Ausrüstungen", die auch als "Fusselfrei" beworben werden, haben jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit.
Die mechanische und thermische Belastung der Kleidungsstücke in der Waschmaschine und im Wäschetrockner begünstigt die Lösung von Fasern aus den Fäden. Auch werden die bereits an der Oberfläche oder locker im Stoff befindlichen Fusseln beim Waschen gelöst oder vom Luftstrom des Trockners erfaßt. Daher finden sich im Flusensieb - insbesondere des Wäschetrockners - neben Staub und Haaren, auch sehr viele Fusseln. So läßt sich auch erklären, warum Stoffe mit zunehmender Anzahl an Wäschen und Trocknungen immer dünner werden und schließlich irgendwann reißen.















