Begriffserläuterung
Loden (Walkstoff) wird zunächst gewebt und erst anschließend verfilzt. Loden spielt insbesondere in bayrischen und österreichischen Trachten eine wichtige Rolle. Das Wort Loden ist im 10. Jhdt. als lodo (gewalktes Wollgewebe) belegt, kann aber auch vom mittelhochdeutschen lodi (Mantel) oder altnordischen lodi (zottiger Mantel) stammen.
Walkloden entsteht durch Nassfilzen/Walken des ungebundenen Vlies mit warmem Wasser und Seife und entspricht einer traditionellen, handwerklichen Verarbeitung der Wolle. In Kombination mit warmen Wasser und Seife stellt sich die oberste Schuppenschicht (Cuticula) der Haare auf. Gleichzeitig durchgeführtes Walken bewirkt ein gegenseitiges durchdringen der einzelnen Fasern. Die aufgestellten Schuppen verkeilen sich so stark ineinander, dass sie nicht mehr zu lösen sind. Das Werkstück schrumpft dabei stark und es ergibt sich ein fester Stoff. Die endgültige Form kann dabei nahtlos aus einem Stück herausgearbeitet werden. Filzwalken wird in Europa aufgrund seines hohen Zeitaufwandes in der Regel nur noch kunsthandwerklich durchgeführt.







