Florgewebe
Samt wird durch Weben hergestellt. Bei der Herstellung dieses Gewebes wird ein zweiter Schuss- oder Kettfaden (dementsprechend Schusssamt/Kettsamt) eingearbeitet. Dieser Faden bildet Schlaufen (Flottungen),
Nachdemdie Schlaufen aufgeschnitten worden sind, ergeben diese auf der rechten Warenseite das charakteristische Faserflor.
Typische Florgewebe sind:
* echte Samte
* gewebte Teppiche
* gewebte Möbelstoffe mit Flor (z.B. Velours, Epinglé)
Samtstoffe bei dlauer.design
Erkennungsmerkmale
Samt unterscheidet sich von Velours und Plüsch in der Länge des Flors. Beim Samt ist er am kürzesten, maximal 2 mm lang, daher fühlt sich Samt sanft, doch von diesen dreien relativ am härtesten an.
Pannesamt (auch Spiegelsamt) ist ein glänzender, spiegelnder Samt. Er erhält seine Optik durch Flachpressen oder Flachbügeln in beliebigen Mustern, das sogenannte "pannieren".
Samtstoffe bei dlauer.design
Geschichtliches
Samt taucht bereits im Italien des 13. Jahrhunderts auf. Es wurde schon zu diesem frühen Zeitpunkt als Bezugsstoff z. B. für Kissen verwendet.
Die Stadt Krefeld am Niederrhein war zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert lange Zeit europäisches Zentrum für die Produktion aufwändiger und kostbarer Stoffe aus Samt und Seide. Die Stadt erhielt in dieser Zeit den Beinamen: Samt- und Seidenstadt.
Erklärung "Weben"
Die Weberei ist eine der ältesten Techniken der Herstellung von textilen Flächengebilden, bei dem mindestens zwei Fadensysteme, die Kette (Kettfaden) und der Schuss (Schussfaden) rechtwinklig verkreuzt werden, wobei die vorgespannten Kettfäden den Träger bilden, in den die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingezogen werden. Das Erzeugnis wird in der Fachsprache als Gewebe bezeichnet.
Die für die Gewebeherstellung erforderliche Vorrichtung ist der Webstuhl. Der ursprüngliche Handwebstuhl wurde im Laufe der Jahrtausende verbessert. Ab dem 18. Jahrhundert zunehmend automatisiert und schließlich durch die Webmaschine ersetzt.




